Umjubelter „Nathan“: Noch gibt es Karten

(Elmshorn/28.2.2017) Nach der fantastischen Premiere von Lessings „Nathan der Weise“ Ende Februar am „Forum Baltikum – Dittchenbühne“ können Theaterfreunde immer noch Karten für eine Aufführung dieses großen Stücks über das Thema „Toleranz“ ergattern.

Die Premiere von „Nathan der Weise“ am Elmshorner „Forum Baltikum – Dittchenbühne“ Ende Februar war vielumjubelt. Die fantastisch spielenden Mitglieder dieser Laienbühne haben gemeinsam mit dem Hamburger Profi-Regisseur Klaus Falkhausen ein Stück Theater auf die Bretter, die die Welt bedeuten, gestellt, an das sich selbst renommierte Staatstheater nur zögerlich herantrauen. Hut ab vor diesem Mut, und Hut ab vor der Leistung des Ensembles insgesamt und vor den herausragenden Leistungen einzelner Darsteller.

Martin Mertens brillierte als Nathan mit langen Monologen, Philipp Klug tat sich als junger Tempelritter hervor, und Ralf Skala überzeugte als Saladin. Aber auch alle anderen Rollen waren bestens besetzt. Und so belohnte ein Riesenschlussbeifall die neun Akteure auf der Bühne und die 13 Mitwirkenden im Hintergrund. Auch während der Premierenfeier im Anschluss an die Aufführung wurden die schauspielerischen Leistungen immer wieder hervorgehoben – ebenso wie die überraschende Aktualität des Stückes und damit die Notwendigkeit, es auf die Bühne zu bringen.

Typisch für die Dittchenbühne: das moderne, minimalistische Bühnenbild. Das Stück spielt vor der Stadtansicht von Jerusalem in verschiedenen Tagesstimmungen – mit Beamern projiziert auf die Großleinwand hinten auf der Bühne. Unterschiedliche Stimmungen werden durch entsprechende Farben unterstützt. Mit gelegentlichen Accessoires wird die Handlung akzentuiert – wie etwa eine Schachpartie mit schwarzweißen Kissen auf dem Boden. Die Darsteller tragen prächtige Kostüme, die die Zuschauer in die Zeit der Kreuzzüge versetzen.

Premieren an der Dittchenbühne sind in Elmshorn nicht nur Theaterereignisse, sondern immer auch gesellschaftliche Ereignisse. Dieses Mal waren beispielsweise der SPD-Kreistagsfraktions-Vorsitzende Hans-Helmut Birke mit dabei, der Elmshorner SPD-Fraktionsvorsitzende Ulli Lenk, Immo Neufeldt und Andreas Hahn von der CDU-Fraktion der Krückaustadt, die Leiterin des Amtes für Kultur und Weiterbildung Rita Schliemann sowie Barbara Manke-Boesten und Egon Boesten von den Leibniz-Privatschulen.

Renate Neufeldt überreichte den Mitwirkenden einen grünen Strauß als Symbol für Hoffnung auf Leben und Überleben, weiße Rosen als Symbol für den Neuanfang, für Reinheit, Unschuld, Demut und Versöhnung, eine Ring als Symbol für die Einheit, für das Zeit- und Raumlose, sowie einen kleinen Engel, da Engel bei Juden, Christen und Moslems unsichtbare und stille Begleiter in schwierigen Zeiten sind.

Theaterfreunde können immer noch Karten für eine Aufführung dieses großen Stücks über das Thema „Toleranz“ bekommen: Tickets gibt es noch für den Sonntag, 5. März, 16 Uhr; Sonntag, 12. März, 16 Uhr; Freitag, 24. März, 20 Uhr; Sonntag, 26. März, 16 Uhr; und Sonntag, 2. April, 16 Uhr. Für andere Aufführung kann es immer noch einmal Restkarten geben. Information und Anmeldung im Theaterbüro in der Hermann-Sudermann-Allee 50, unter der Telefonnummer (04121) 89710 oder per E-Mail unter buero@dittchenbuehne.de.